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Who is Highlife?

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache (Art)
Who is Highlife?Deutsch (original)zum Film
Who is Highlife?Englisch (synchronisiert)zum Film
Who is Highlife?Französisch (untertitelt)zum Film
Who is Highlife?Spanisch (untertitelt)zum Film
Zusammenfassung
Ein kleiner Junge, der Plastiktüten mit Wasser an Passanten verkauft, ghanaische Frauen beim Friseur, Kinder in der Schule, ein Huhn im Regen und Musiker, die ihre Musik begeistert leben. „In Ghana we would say: sex, drugs and highlife!“, erklärt Lee Dodou und lacht. Er war einer der ersten, die – nach Deutschland ausgewandert – in den 80ern ghanaischen Highlife mit deutscher Funk- und Diskomusik kombinierten. Daraus entstand ein Mix, der Deutsche und Ghanaer gleichermaßen auf die Tanzflächen beförderte: Burger Highlife. Die Geschichte dieser Musiker und die ihrer Musik erzählt der Film „Who is Highlife“, der mit Hilfe des Goethe-Instituts in Ghana produziert wurde. Von den Anfängen des Highlife bis hin zu seiner Fusion mit den Synthesizern deutscher Produzenten ist es die Geschichte einer musikalischen Kommunikation über Kontinente und Kulturen hinweg.

Nach dem erfolgreichen Großprojekt „Made in Germany – A Celebration of Burger Highlife“, das Geschenk Deutschlands an Ghana zu 50 Jahren Unabhängigkeit, ist die Dokumentation „Who is Highlife?“ die Essenz einer mehr als 30jährigen Musikgeschichte zwischen Deutschland und Ghana. Die Größen der Szene wie etwa George Darko, Lee Dodou, Pat Thomas und John Collins erzählen über ihr Leben, ihre Musik und das Besondere des Burger-Highlife. Interviews, Songs in voller Länge und Bilder zeigen nicht nur einen einzigartigen Musikstil, sondern auch ein ganz besonderes und vor allem authentisches Ghana.
Trailer ansehen
Laufzeit (in Min.):105
Farbe:color
Format:DVCAM
Seitenverhältnis:4:3
Tonformat:Dolby Stereo
Produktionsjahr:2007 - 2009
Produktionsland:Ghana
Weltpremiere:27. Internationales Filmfest München 04.07.2009 München
Mitwirkende im FilmArtKommentar
Faisal HelwaniInterviewte Person+SprecherMusik-Produzent und Highlife Musiker, starb in Ghana während der Dreharbeiten 
Prof. John CollinsInterviewte Person+Sprecherbritischer Musikwissenschaftler und Highlife Musiker, lebt in Ghana; Highlife Experte, hat in Accra ein Highlife Museum gegründet 
Eleonore SyllaInterviewte Person+Sprecherwährend der Dreharbeiten leitende Direktorin des Goethe-Institutes Accra 
Peter Krickinterviewte PersonMusik-Produzent und Musik Studio Betreiber SKYLINE STUDIO Düsseldorf 
Bodo Staigerinterviewte PersonMusik-Produzent, Musiker und Musik Studio Betreiber RHEINKLANG STUDIO Düsseldorf 
Big Joeinterviewte PersonMusik-Produzent und Mitbegründer von Burger Highlife, starb in Ghana während der Dreharbeiten 
Lee DodouInterviewte Person+DarstellerKomponist, Musiker und Singer, Mitbegründer von Burger Highlife, lebt in Berlin 
George DarkoInterviewte Person+DarstellerKomponist, Gitarrist, Singer, Mitbegründer von Burger Highlife, lebt in Ghana und Berlin 
McGodInterviewte Person+DarstellerKomponist und Musiker mit Highlife Hits, lebt in Hamburg 
Albert JonesInterviewte Person+DarstellerMusiker, Texter und Singer, lebt in Berlin und Ghana 
Bob FiscianInterviewte Person+DarstellerKomponist und einer der besten ghanaischen Keyboarder, lebt in Berlin 
Pat ThomasInterviewte Person+DarstellerEiner der besten Highlife Musiker, lebt jetzt in Ghana 
WulomeiDarstellerBekannte ghanaische Musikband, spielt traditionellen Highlife 
Nana AsamoahInterviewte Person+DarstellerJunger ghanaischer Musiker, lebt in Deutschland 
Daddy LumbaDarstellerDaddy Lumba ist einer der erfolgreichsten Musiker in Ghana, lebt auch in Köln 
Nana AcheampongDarstellerbekannter Musiker in Ghana; trat zusammen mit Daddy Lumba als die LUMBA BROTHERS zu Beginn von Burger Highlife 
Nana Aboagye Da-CostaInterviewte Person+Darstellerbekannter Burger Highlife Musiker in Ghana, lebte früher in Deutschland und Holland 
Atongo ZimbaDarstellerDerzeit Shooting Star in Ghana 
Pressestimmen
High Life in Ghana
22. Juni 2009 von Maximilian Theiss

Wenn ein mit Goldschmuck behangener, schwarzer Musiker über Geld spricht und behauptet, dass zum Überleben Geld genau so wichtig sei wie Blut, liegt der Gedankengang zum amerikanischen Hip-Hop oder zur Rapmusik sehr nahe. Dieses Statement des Musikers fällt zu Beginn des Dokumentarfilms „Who Is Highlife?“. Doch die Eingangsmusik, die daraufhin folgt, klingt nach allem bloß nicht nach anglo-amerikanischen Sprechgesang. Ein bisschen Reggae, ein bisschen Easy Listening, ein bisschen Karibik. Man sieht den Musiker durch eine afrikanische Großstadt streifen, der im Playback zu seinem Lied singt wie in einem Videoclip. Passanten stimmen spontan mit ein, singen und tanzen dazu.
Der Mann heißt Pat Thomas, der Ort, den er in seinem Musikclip zeigt, ist Accra, Hauptstadt von Ghana.
In 105 Minuten möchte der Film die Frage beantworten, wer denn nun eigentlich dieser „Highlife“ ist. Für den gemeinen Mitteleuropäer, der seine Allgemeinbildung über Wikipedia bezieht, ist er eine afrikanische Musik- und Tanzrichtung, die Ende der Sechziger Jahre in Ghana das Licht der Welt erblickte und sich aus Elementen des Jazz, Calypso, Samba und Reggae speist. In der Theorie lässt sich Musik zwar mit schönen Worten, manchmal auch mit Wortungetümern klassifizieren, doch bleibt sie dabei stets abstrakt. Lässt man sich von Musik beschallen, verliert sie bereits einen Großteil Abstraktion und nimmt Formen an. Doch lässt sie sich auch dann noch nicht gänzlich begreifen. Man muss sich überdies auch der Schöpfer der Musik annehmen, deren kulturellen Hintergrund adaptieren.

Meist tut man dies unbewusst, indem man unwillkürlich mitsingt oder mittanzt, wenn man ein Lied hört. Man kann Musik auch bewusst begreifen, indem man sie selbst praktiziert. Je tiefer man dabei vordringt, desto persönlicher wird sie, bis sie letzten Endes zu einem Individuum, zu einer Person avanciert. Von daher hat der Film sich hohe Ziele gesteckt, wenn ihm die Frage, was denn Highlife sei, nicht genügt und nach dem Wer fragt. Auf dem Weg dorthin lässt der Fernsehfilm eine Vielzahl an ghanaischen Musikern zu Wort kommen. Dabei sprechen sie nicht nur über ihre Musik, sondern auch über ihr Leben, ihre Sehnsüchte, ihre Kultur. In diese Statements eingeschoben sind deren Lieder, meist im Playback eingespielt mit Sängern, die mit Mundbewegungen einen O-Ton zu simulieren versuchen. Diese Einspielungen tragen in ihrer Nicht-Perfektion den Charme von Video-Clips aus der ersten Generation von MTV, als man noch mit überschaubarem Budget die Musiker durch Disconebel und Pappmaché-Konstruktionen hat wandeln lassen.

Am Ende des Films mag die Frage, wer ”Highlife” ist, dem Zuschauer noch immer nicht geklärt sein, doch die unbeschwerte Musik und die wundervollen Aufnahmen einer fernen Welt, die der Film bietet, hinterlassen beim Zuschauer das Gefühl, in Highlife einen neuen Freund gefunden zu haben.

Autor: Maximilian Theiss

Auszeichnungen: 
Drehort: 
DrehorteKommentar
Ghana
Deutschland
Erscheinungsdaten
Erscheinungsdaten: 
MedienLandDatumKommentar
Theatrical Release04.07.2009Als DVD erhältlich
Bilder: 
Stichwörter
Musik; Afro-Beat; Highlife Musik, Burger Highlife; Pop; Afro-Musiker; Afrika; Ghana; Afrika-Europa; Emmigration; Crossover; Pop-Musikgeschichte
Themen
Musik, Pop, Weltmusik, Andere Musikrichtungen, Bands & Orchester, Komponisten & Musiker, Musikindustrie, Musikgeschichte, Live-Konzerte, Geografie, Reisen & Kulturen, Abenteuer & Reiseberichte, Afrika, Lernen & Edutainment