Als Nahrungsmittel erlebte der Raps Mitte der 80er-Jahre seinen Durchbruch. Damals gelang es, die Pflanze mittels genetischer Manipulation von der bitteren Erucasäure und dem giftigen Glucosinolat zu befreien. Die Sorte, die wegen des fehlenden Anteils der beiden Inhaltsstoffe "DoppelNu
Zwiespältig: Rapsanbau in großem Stil
Heute ist der Raps eine der häufigsten Nutzpflanzen in Deutschland. Er wird großflächig angebaut - nicht aus ernährungswirtschaftlichem Nutzen sondern wegen seinem hohen Gehalt an nutzbaren Ölen. Sie werden als Zusatzstoff zur Herstellung von Gummiwaren oder Schmierölen verwendet. Doch der intensive Rapsanbau in Deutschland hat heute hauptsächlich ein Ziel: umweltfreundlichen, nachwachsenden Treibstoff zu gewinnen. Denn aus Raps kann Rapsmethylester hergestellt werden, sogenannter Bio-Diesel. Allerdings ist - wie man inzwischen weiß - seine CO2-Bilanz fast noch schlechter als die jeglichen anderen Treibstoffs. Und der Anbau in Monokultur schädigt langfristig Grundwasser und Böden.