Der Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse und stammt ursprünglich aus China. Er zählt zu den alten Kulturpflanzen unserer Breitengrade. Schon seit dem achten Jahrhundert wird Hopfen bei uns angebaut. Zu den wichtigsten deutschen Anbaugebieten zählt die
Wegen seiner dekorativen Dolden wird Hopfen auch gerne in heimischen Gärten gepflanzt. Er wächst so schnell, dass man schon fast dabei zusehen kann, wie sich seine Ranken die Kletterhilfe emporwinden - sie tun das übrigens immer im Uhrzeigersinn.
Die weibliche Blüte erzeugt Lupulin - das ist der Bitterstoff, der dem Bier die Würze gibt und es haltbar macht. Bei Befruchtung verringert sich das Lupulin und der Hopfen verliert für die Bierbrauer an Qualität. Deshalb wurde in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts eine massive Kampagne zur Ausrottung der männlichen Hopfenpflanzen betrieben. Bis heute ist das Halten männlicher Hopfenpflanzen in allen Anbaugebieten gesetzlich strengstens verboten und es besteht die Pflicht zur Vernichtung männlicher Exemplare der Pflanze. Die weiblichen Pflanzen, die angebaut werden, vermehrt man über Stecklinge, die in speziellen Nährböden Wurzeln entwickeln und so zur neuen Pflanze heranwachsen.