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Krieg um den Reis

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache (Art)
Main basse sur le rizFranzösisch (original)zum Film
(Krieg um den Reis)Deutsch ()zum Film
((Main basse sur le riz))Array ()zum Film
Zusammenfassung
Reis zählt zu den Grundnahrungsmitteln der Welt. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt sich von dieser Getreideart. Aber wer kontrolliert den Handel mit Reis und wer bestimmt den Preis? Der investigative Dokumentarfilm von Jean Crépu beleuchtet den gesamten Wirtschaftskreislauf von den Reisproduzenten über die Exporteure, Großhändler, Konsumenten und Importeure bis hin zu Staatsregierungen, die durch das Schwanken des Reispreises zu Fall gebracht werden können. Der Film macht die Komplexität des Systems und die Folgen für die globale Nahrungssicherheit deutlich.

Keine wirtschaftliche Tätigkeit ernährt so viele Menschen und erweist sich als so ausschlaggebend für das soziale Gleichgewicht vieler Länder wie der Reisanbau. Für fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist Reis das Grundnahrungsmittel. Er ist die Voraussetzung für die weltweite Nahrungssicherheit. Diese Getreideart, die 15 Prozent der anbaufähigen Erdoberfläche einnimmt, kann politische Sicherheit gewähren oder den Sturz von Regierungen mitbewirken.
Im Frühjahr 2008 geschah etwas nie Dagewesenes. Innerhalb weniger Monate stieg der Reispreis um das Sechsfache. Das wirkte sich besonders auf die ärmsten Staaten der Welt aus. In rund 40 Ländern kam es zu Protestkundgebungen bis hin zu Hungerrevolten. Radio- und Fernsehsender lösten mit der pausenlosen Wiederholung der Worte "Knappheit" und "Hungersnot" eine wahre Hysterie aus. Überall wurde befürchtet, dass die Reisversorgung nicht mehr gesichert sei. Von diesem Ereignis ausgehend, untersucht der Dokumentarfilm die Bedeutung des Reises für die Welternährung und gewährt Einblicke in die Hintergründe des weltweiten Reismarktes.

Das Filmteam hat den Weg des Reises verfolgt. In Bangkok sind die wichtigsten Reisproduzenten und -exporteure aktiv, in Genf werden die Preise ausgehandelt und in Afrika wird der Reis verzehrt. Auch Spekulanten und korrupte Staaten, die zur Reiskrise beitrugen, werden im Film ausfindig gemacht. Außerdem geht es um die Frage der Selbstversorgung und um das Pachten oder Ankaufen von landwirtschaftlichen Gebieten durch reiche Länder, das sogenannte "Land Grabbing".

Filmemacher Jean Crépu versucht zu klären, was wirklich im Frühjahr 2008 geschah, wer die Panik auslöste und wer davon profitierte, aber auch welche Lehren aus den Ereignissen gezogen und welche Entscheidungen gefällt wurden.

Der Dokumentarfilm gewann beim TV-Festival FIPA 2010 in der Kategorie "große Reportagen und gesellschaftliche Themen" den Goldenen FIPA.
Hintergrundinformation
FAKTEN Weltreisproduktion: 700 Millionen Tonnen; Import/Export: 30 Millionen Tonnen; Erstes Weltexportland: Thailand mit 10 Millionen Tonnen, d.h. ein Drittel der Gesamtmenge; Erste Importzone: Afrika mit 10 Millionen Tonnen; Hauptimportländer: Philippinen, Nigeria und Senegal
Trailer leider nicht vorhanden
Reis
Exportwirtschaft
Hunger
Dritte Welt
Afrika
Thailand
Laufzeit (in Min.):82
Farbe:color
Produktionsjahr:2009
Produktionsland:Frankreich
Auszeichnungen: 
Festivals & PreisverleihungenJahrStatusAuszeichnung
Festival International des Programmes Audiovisuels2009wonGoldenen FIPA in der Kategorie "Große Reportagen und gesellschaftliche Themen"
Filmproduktionsfirmen & Filmförderungsinstitute
Produktionsfirma:

LADYBIRDS Films

Weitere Firmen:

ARTE F

Drehort: 
DrehorteKommentar
Bangkok, Thailand
Genf, Schweiz
Erscheinungsdaten
Erscheinungsdaten: 
MedienLandDatumKommentar
TV PremiereFrankreich13.04.2010ARTE F
Stichwörter
Reis; Exportwirtschaft; Hunger; Dritte Welt; Afrika; Thailand; Nahrungsmittel; Grundnahrungsmittel; Getreide; Hungersnot;
Themen
Politik, Globalisierung, Wirtschaft, Finanzen & Unternehmen, Handel & Hanse, Landwirtschaft, Tierzucht & Fischfang, Globalisierung, Wirtschaftskrise