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Havanna, mi amor

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache (Art)
Havanna, mi amorSpanisch (original)Wo gibt's den Film?
Havanna, mi amorDeutsch (untertitelt)Wo gibt's den Film?
Havanna, mi amorEnglisch (untertitelt)Wo gibt's den Film?
Havanna, mi amorFranzösisch (untertitelt)Wo gibt's den Film?
Zusammenfassung
Unser Film ist in einer Zeit entstanden, in der das kubanische Fernsehen nach langer Zeit wieder eine Telenovela ausstrahlte, die sich dem Leben der Menschen im heutigen Havanna widmet. Nach Bekanntgabe des Starttermins stieg das Aufkommen an kleinen Schubkarren, Rollwagen und Rikschas, mit denen die Kubaner ihre alten Fernseher in die Werkstatt bringen, wieder merklich an und unübersehbar mischten sich die abenteuerlichsten Konstruktionen von Fernsehern in das Stadtbild von Havanna.

In der Frühphase der ersten zehn Folgen begleitet der Film Gladys, eine junge Tabakarbeiterin, Silai, die Chefin eines Friseursalons, Felix, Juana, Marino und Vilma, die allesamt begeisterte Fernsehgucker sind, und José, den Mechaniker, der für die Funktionsfähigkeit der alten Geräte verantwortlich zeichnet.

José ist selbständig und gilt als der Mann mit den goldenen Händen. Er löst Probleme, damit ist er für seine Mitmenschen unentbehrlich. Den Geräten fehlen die Ersatzteile und da sie allesamt in sowjetischer Lizenz gefertigt wurden, gibt es zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Sozialismus keine Aussicht auf Besserung. José improvisiert, beschwört und erfindet und oft gelingt es ihm, Unmögliches möglich zu machen. Doch José selbst plagt etwas, dem so gar nicht mit Lötkolben und Voltmeter beizukommen ist. Seine Frau hat ihn nach 14 Jahren Ehe rausgeschmissen. Es könnte eine der vielen Geschichten aus der Telenovela sein, die ihm da widerfahren ist, doch für José ist es bittere Realität.

Silai, die Chefin des SALON ROJO im Zentrum von Havanna, erkennt diesen Schmerz und widmet sich dem Geplagten, nachdem er zum Haareschneiden bei ihr eingekehrt ist. Als dann ziemlich schnell klar wird, dass José Fernsehmechaniker ist, nutzt Silai die Gunst der Stunde und erzählt ihm die Geschichte von ihrem kaputten Fernseher, in der Hoffnung, dass er ihn reparieren wird. Silai liebt ihren Salon. Hier ist sie die Chefin seit 28 Jahren. Es wird gefeiert, geschimpft und getanzt und manchmal auch gearbeitet. Es ist ihr wunderbarer Friseursalon, der Mittelpunkt der Welt im Zentrum von Havanna. Silai’s letzte große Liebe liegt fünf Jahre zurück. Klar, als sie jung war, da rannten ihr die Männer nach. Doch die Zeit der kleinen Liebschaften ist vorbei. Silai sucht einen Mann, der ihr Partner ist, der Probleme lösen kann, keinen, der einfach nur seine Füße unter den Tisch schiebt und bedient werden will. Und solange, bis ein solcher sich nicht findet, bleibt sie lieber allein und kämpft weiter.

Für Gladys könnte alles recht einfach sein. Sie ist jung, schön und kann sich gegenüber den Männern behaupten. Sie hat den Vater ihres Kindes vor geraumer Zeit aus der Wohnung geschmissen. Doch Gladys hat seit Monaten keine Arbeit. Der Versuch, eine Stelle zu bekommen, misslingt. Und mit den Männern ist es auch immer dasselbe: erst vergöttern sie einen und dann wird man unterdrückt von ihnen. Viele Probleme lassen sich im Rum ertränken, meint sie, "doch am nächsten Tag, wenn du wieder nüchtern bist, dann merkst du, dass sich gar nichts verändert hat".

Bei Juana verhält es sich anders. Sie hat lange um Felix gekämpft und hält ihn fest, weil er all die Eigenschaften in sich vereint, die für eine selbstbewusste Frau wie Juana wichtig sind: er muss schön sein, Probleme lösen können und sich nicht wie ein Macho aufführen. Und Felix leidet für seine Juana. Einen neuen Fernseher würde er ihr gerne kaufen. Er weiß, dass viele Freunde bereits SONY Fernseher besitzen. Doch ihm reicht das Geld gerade mal für eine Flasche Rum. Und so wird er weiter seinen alten CARIBE Fernseher Monat für Monat in die Werkstatt karren.
Trailer ansehen
Laufzeit (in Min.):80
Farbe:color
Format:35mm
Seitenverhältnis:1:1.85
Tonformat:Dolby Stereo SR
Produktionsjahr:2001
Auszeichnungen: 
Filmemacher
Produzenten:

Helge Albers

Regie:

Uli Gaulke

Drehbuch:

Uli Gaulke

Kamera:

Axel Schneppat

Musik:

Los Zafiros

Stichwörter
Seifen Oper; Täglich; Kuba; Zigarre; Russland; Kommunismus; Sozialismus; Fidel Castro; TV; Gesellschaft; Telenovela; Wirklichkeit
Themen
Gesellschaft & Zusammenleben, Medien & Journalismus, Filmproduktion, Übers Filmemachen