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Der vierte Sektor

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Der vierte SektorDeutsch (original)zum Film
Zusammenfassung
Am Ende des 20. Jahrhunderts zeichnet sich ein radikaler Strukturwandel der Ökonomien westlicher Gesellschaften ab. Gigantische Konzernzusammenschlüsse, steigende Arbeitslosenzahlen und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich werden begleitet von einem Vertrauensschwund in die politischen Institutionen. Unter der boomenden Dienstleistungsbranche zeichnet sich ein Bereich durch besonderes Wachstum aus: der Sicherheitsservice.

Ein oft lebenslanger Arbeitsplatz war bisher gleichbedeutend mit der Verankerung des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft. Doch je mehr Menschen ohne feste Arbeit sind, desto größer wird das Potenzial an Verunsicherung, Isolation und schließlich auch an Aggression. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis, sich vor den Konsequenzen dieser Entwicklung zu schützen. Die Frage der öffentlichen Sicherheit wird zum Maßstab der individuellen Lebensqualität und des Freiheitsgefühls. Sicherheitsdienstleistungen schaffen Arbeitsplätze, forcieren aber auch die immer stärkere Trennung von Siegern und Verlierern.

Der Begriff vom "Vierten Sektor" beschreibt die komplexe Beziehung zwischen den kriminellen Kräften auf unter-
schiedlichsten gesellschaftlichen Ebenen einerseits - sei es als organisierte Schattenwirtschaft, als sozialer Missbrauch, Klein- oder Schwerkriminalität - und den Sicherheitsdienstleistern andererseits. Aufbauend auf den ökonomischen Bedingungen einer Gesellschaft mit den klassischen drei Sektoren Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung entwickelt sich der "Vierte Sektor" zu einem eigenen Wirtschaftszweig, in dem Kriminalität und privater Sicherheitsservice in regelrecht symbiotischer Beziehung zueinander stehen.

Als Ausgangspunkt für seine Beobachtungen hat der Filme-
macher Martin Zawadzki die Umschulung von Arbeitslosen an der TÜV-Akademie Berlin-Spandau zu "Privaten Sicherheitsexperten" gewählt. Der zukünftige Sicherheitsexperte steht für einen neuen Typus von Arbeitnehmer: flexibel, multifunktional, nicht an feste Arbeitszeiten gebunden und durchsetzungsfähig. Gleichzeitig erzeugt er jedoch gerade das, wogegen er antritt - eine Atmosphäre der Angst.
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Arbeit
Arbeitslosigkeit
Kriminalität
Verunsicherung
Mafia
Yakuza
Laufzeit (in Min.):70
Produktionsjahr:1999
Filmemacher
Regie:

Martin Zawadzki

Drehbuch:

Martin Zawadzki

Stichwörter
Arbeit; Arbeitslosigkeit; Kriminalität; Verunsicherung; Mafia; Yakuza; Sicherheit; Ausblidung; Wirtschaft; Konzern; Ökonomie
Themen
Wirtschaft, Finanzen & Unternehmen, Industrie, Berufe & Jobs, Globalisierung, Arbeit & Arbeitslosigkeit, Volkswirtschaft, Geografie, Reisen & Kulturen, Europa, Deutschland