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China: Frauen erwachen...

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache
China: Frauen erwachen... Deutschzum Film
Stichwörter
China
Frau
Feminismus
Selbstmord
Gesetz
Tradition
Erscheinungsdatum:13.03.2010
Reportage-Format / Quelle:Arte Reportage
Zusammenfassung
Die Befreiung der Frau war ein wesentlicher Teil des Plans des Großen Vorsitzenden: Mao gab ihnen ihre Grundrechte zurück, das Recht auf Bildung, das Wahlrecht, das Recht auf Arbeit und auch das Recht auf Scheidung. Doch in der harten Realität bestehen viele dieser Rechte bis heute nur auf dem Papier. Unbildung, häusliche Gewalt, fehlende Gesetze zum Schutz der Frauen bis heute – in China ist die Selbstmordrate der Frauen sehr hoch: Beinahe 500 Frauen töten sich in China selbst, jeden Tag.

Seit einigen Jahren aber formiert sich eine Bewegung von Frauen, die alte Gewohnheiten und Traditionen überwindet und sich neue Plätze in der Gesellschaft erobert: Frauen zwischen 20 und 45 Jahren, in der Mehrzahl urban geprägt. Ihre „Emanzipation“ vollzieht sich ganz anders als die ihrer Vorkämpferinnen im Westen.

Es gibt dort keinen militanten Feminismus und auch keinen unbedingten Willen, sich einen Platz in der Politik zu erobern.

Vielmehr sind es Frauen, die ihr Glück in der freien Wirtschaft gefunden haben. Unternehmerinnen wie die millionenschwere Zhang Lan oder, weit bescheidener, Fu Lan, eine Unternehmerin auf dem Land. In China sind heute in 47 Prozent der Unternehmen Frauen die Chefs.

Sie alle sind auf diese Weise finanziell unabhängig – und das verleiht ihnen einen vollkommen neuen Status in der chinesischen Gesellschaft mit sozialen und kulturellen Folgen: Im Internet boomen die Blogs von Frauen, die sich trauen, in aller Öffentlichkeit über ihre Wünsche und Sehnsüchte, auch sexueller Art, zu schreiben. Inzwischen ist die Mehrzahl der Blogs in China in Frauenhand.

So bahnt sich, dank der neuen ökonomischen Unabhängigkeit und des Mutes, die eigenen Träume zu leben, eine neue stille Befreiung der Frau in China ihren Weg.