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Budapest: Kaiserin, Stalin, McDonald

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache (Art)
Budapest: Kaiserin, Stalin, McDonaldDeutsch (original)zum Film
Budapest: Empress, Stalin, McDonaldEnglisch (untertitelt)zum Film
Name der Serie/Reihe
Zusammenfassung
Budapest ist wieder ihre klassische Mittlerrolle zwischen Osten und Westen zugefallen. Dies spiegelt sich auch in der Geschichte und Gegenwart der beiden großen Bahnhöfe Budapests. Der Westbahnhof wurde von Gustave Eifel geplant, lange bevor er mit seinem Turmbau in Paris zu weltweitem Ruhm aufstieg. Er wurde jüngst mit viel Sorgfalt restauriert
und erstrahlt jetzt wieder in seinem leichten französischen Charme. Die Eisenbahnlinie und der Bahnhof gehörten damals einer französischen Bank und der Bahnhof wurde in der Stadt als etwas Fremdes empfunden. Fremd fühlten sich auch die sowjetischen Truppen, die 1956 geschickt wurden, das übermächtige Verlangen nach Demokratie zu unterdrücken. Der 82
jährige, ehemalige Stationsvorsteher des Bahnhofs berichtet von seiner Aktion, in der er im Kugelhagel des Kampfes einigen Menschen das Leben rettete. In einem Seitenflügel beherbergte der Bahnhof das berühmte Gourmet Restaurant Demus, das französische und ungarische Küche höchster Qualität servierte. Heute beglückt in den gleichen Räumlichkeiten
ein Feinschmeckerkonzern besonderer Art die zahlreichen Gäste: McDonald. Er hat viel Geld in die Restauration des im Sozialismus heruntergewirtschafteten Lokals gesteckt. Das nationale Konkurrenzprojekt zum französischen Westbahnhof war der Keleti, also der Ostbahnhof. Er suchte seine Vorbilder in preußischer Monumentalarchitektur. Er ist heute der internationale Fernbahnhof der Stadt und das sieht man auch an den vielen Unterschiedlichen Gesichtern und Menschen, die sich hier aufhalfen. Geldwechsler aus Kairo, reisende Händler aus der Ukraine und Russland. Sie kommen mit dicken Taschen, um Waren aus der Heimat zu verkaufen und auf dem Rückweg wieder neu gekaufte Produkte mitzunehmen. Ein 90-jähriger
Eisenbahner erzählt aus den Zeiten, als er zu Stalins 70sten Geburtstag einen ganzen Zug voller verpackter und mehrfach kontrollierter Geschenke in die Sowjetunion fahren musste. Das imposante Restaurant in diesem Bahnhof hat seine besseren Tage schon hinter sich. Ein pensionierter Kellner erzählt von der "guten alten Zeit". Auch der ehemalige Senator und
Präsident der USA, Nixon hat hier gegessen. Seitdem wird täglich der Tisch für ihn gedeckt.
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Laufzeit (in Min.):30
Produktionsland:Deutschland
Filmproduktionsfirmen & Filmförderungsinstitute
Produktionsfirma:

Lichtfilm

Filmemacher
Regie:

Wolfgang Bergmann

Drehbuch:

Wolfgang Bergmann

Bilder: 
Stichwörter
Eisenbahn, Bahnhof, Zug, Lokomotive, Architektur, Gleis
Themen
Architektur & Bauen, Technik, Verkehr & Energie, Architektur, Statik & Bauingenieurwesen, Transport & Verkehr, Schienenbahn & Eisenbahn, Geografie, Reisen & Kulturen, Europa, Ungarn