1. September 2004, Beslan. 40 Terroristen überfallen eine Grundschule in Südrussland. Über 1200 Menschen, die meisten von ihnen Kinder, werden als Geiseln genommen. Die Geiselnehmer fordern den Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien. 3 Tage lang werden Kinder, Schüler und Erwachsene in einer Sporthalle unter extremer Hitze, ohne Wasser und Lebensmittel, gefangen gehalten. Die Brutalität der Geiselnehmer schockiert die Weltöffentlichkeit: Kleinkinder werden als Geiseln missbraucht, junge Männer, die eine Gefahr für die Terroristen sein können, werden sofort erschossen. Am dritten Tag wird die Schule in einer vollkommen unkoordinierten Aktion von russischen Sicherheitskräften gestürmt. Das offizielle Ergebnis: 329 Tote, unter ihnen 159 Kinder und hunderte Schwerverletzte. Zurück bleibt eine traumatisierte Stadt, verängstigte Menschen, Wut und unendliche Trauer. Nur wenige Wochen nach der Tragödie verschwindet das Interesse der Weltpresse an Beslan. Wir kehren an den Ort der Geiselnahme zurück, obwohl die Behörden keine Berichterstattung aus Beslan gestatten. Wir begleiten und dokumentieren die Hinterbliebenen, in ihrem Schmerz und mit ihren Fragen, auf die sie nie eine Antwort bekommen haben: Wer hat ihre Kinder ermordet? Was ist wirklich in der Schule passiert? Wie sieht die Zukunft Beslans aus? Den Autoren ist es gelungen, die Opfer des Terrors einfühlsam zu porträtieren, die politischen Hintergründe zu entzerren und einen Blick in die Zukunft Beslans zu werfen.
Zero Film GmbH
ARTE
Frank Müller
Malika Rabahallah