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Bangladesch: Das Wasser des Teufels

Titel des Films (je Sprachfassung)Sprache
Bangladesch: Das Wasser des TeufelsDeutschzum Film
Stichwörter
Bangladesch
Verseuchung
Wasser
Arsen
Trinkwasser
Gesundheit
Erscheinungsdatum:20.03.2010
Reportage-Format / Quelle:Arte Reportage
Zusammenfassung
Das Wasser aus den Brunnen in Bangladesch könnte dort mehr Menschen töten als alle Wirbelstürme und Überschwemmungen zusammen: Zwischen 20 und 80 Millionen Menschen, je nach Schätzung, gefährden ihr Leben jeden Tag dadurch, dass sie das Wasser aus ihren Brunnen trinken. Es enthält aus natürlichen Gründen Spuren von Arsen. Sie kennen die Gefahr und deshalb nennen sie es das "Wasser des Teufels".

Millionen Frauen, Männer und Kinder auf dem Land vergiften sich jeden Tag und über viele Jahre hin schleichend an den Spuren von Arsen, dem Gift, dass den Menschen im Westen vor allem aus Spionage- und Kriminalromanen bekannt ist.

Das Arsen reichert sich in ihren Körpern an und führt irgendwann zu Hautkrebs oder Krebs an inneren Organen. In Bangladesch, findet sich Arsen im Grundwasser von 60 der 63 Landesdistrikte.

Eigentlich war es eine gute Idee, als die Regierung in den siebziger Jahren, unterstützt von UNESCO und Weltbank, ein gewaltiges Programm zum Bohren von Brunnen auflegte.

Denn damals tranken die Menschen in Bangladesch das Wasser aus Flüssen und Bächen: Schon damals auch durch Abwasser verseucht und Ursache vieler Krankheiten. Jedes Jahr starben deshalb 80 000 Kinder an Durchfallerkrankungen. Leider war die scheinbar rettende Idee mit den Brunnen nicht zu Ende gedacht. Denn in den Dörfern Bangladeschs nannten die Alten das Wasser aus den Brunnen schon seit jeher das "Wasser des Teufels". Nur wollte damals niemand auf die alten Geschichten hören.

10 Millionen Brunnen bohrten sie in Bangladesch. Erst in den neunziger Jahren entdeckten sie mit den ersten Krankheitsfällen auch das Arsen im Grundwasser. Die Behörden bemühten sich, die Brunnen zu testen und "gute" Brunnen von "schlechten" durch eine Markierung zu unterscheiden. Doch bis heute trinken die Menschen in den Dörfern das vergiftete Wasser, denn sie haben keine Alternative. Die Regierung bemüht sich, eine Lösung zu finden – doch die kostet sehr viel Geld. Und Geld ist knapp in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt.